Pumpgriff
Bildinformationen
Pumpgriff der manuellen Lymphdrainage
Flächige, rhythmische Technik, bei der die Hand eine pumpende Hautverschiebung mit klarer Druck- und Entlastungsphase ausführt.
Schritt für Schritt
- Proximale Abflusswege vorbereiten
- Hand flächig anlegen
- Haut in Abflussrichtung sanft verschieben
- Druckphase langsam aufbauen
- Druck vollständig lösen und ohne Reibung zurückführen
Anatomie
- Oberflächliche Lymphgefässe, vasa lymphatica superficialia
- Kniekehlenlymphknoten, nodi lymphatici poplitei
- Haut und Unterhaut, cutis et subcutis
Ziele und erwartete Effekte
- Unterstützung der manuellen Lymphdrainage im qualifizierten Behandlungskontext
- Rhythmische Hautverschiebung mit niedriger Druckintensität
Flächige, rhythmische Technik, bei der die Hand eine pumpende Hautverschiebung mit klarer Druck- und Entlastungsphase ausführt.
Ausführung: Hand der Körperform anpassen. Haut mit flächigem Kontakt in die Arbeitsrichtung verschieben. Druck langsam lösen und ohne oberflächliches Reiben zurückführen.
Wichtige Hinweise: Nur im Rahmen der fachlichen Qualifikation anwenden. Kontraindikationen der manuellen Lymphdrainage und unklare Ödeme vor der Behandlung abklären.
Ausgangsstellung Patient
Rückenlage oder angepasste entlastete Lagerung. Extremität vollständig unterstützt und muskulär entspannt.
Position und Ergonomie Therapeut
Nahe an der Extremität arbeiten. Schultergürtel entspannt halten und grosse Kontaktfläche nutzen.
Hand- / Toolposition
Hand der Kontur des Unterschenkels anpassen. Breiter, weicher Kontakt ohne punktuellen Fingerdruck.
Technische Ausführung
Hand der Körperform anpassen. Haut mit flächigem Kontakt in die Arbeitsrichtung verschieben. Druck langsam lösen und ohne oberflächliches Reiben zurückführen.
Dosierung
Sehr leichter Druck. Langsam und rhythmisch. Haut verschieben, nicht tiefes Muskelgewebe komprimieren.
Mögliche Einsatzbereiche
Flächige, rhythmische Technik, bei der die Hand eine pumpende Hautverschiebung mit klarer Druck- und Entlastungsphase ausführt. Geeignet im Kontext von Manuelle Lymphdrainage.
Vorsicht / relative Kontraindikationen
Nur im Rahmen der fachlichen Qualifikation anwenden. Kontraindikationen der manuellen Lymphdrainage und unklare Ödeme vor der Behandlung abklären.
Kontraindikationen
Akute tiefe Venenthrombose oder Thromboseverdacht
Dekompensierte Herzinsuffizienz
Akute unbehandelte Infektion
Unklare akute Ödeme
Weitere methodenspezifische Kontraindikationen gemäss MLD-Ausbildung
Abbruchkriterien / Red Flags
Sofort abbrechen oder Technik anpassen bei stechendem oder zunehmendem Schmerz, Taubheit, Kribbeln, Schwindel, deutlicher Hautreaktion, unerwarteter Schwellung, Kreislaufreaktion oder anderen Red Flags.
Häufige Fehler
Zu hoher Druck
Schnelle Reibebewegung statt Hautverschiebung
Fehlende Entlastungsphase
Behandlung ohne vorgängige Abklärung unklarer Schwellungen
Varianten und Progression
Druck, Geschwindigkeit, Kontaktfläche und Bewegungsumfang immer an Region, Gewebereaktion, Ziel und Toleranz anpassen.
Evidenz und Quellen
Manuelle Lymphdrainage ist indikationsabhängig zu beurteilen. Für einzelne Griffvarianten existiert in der Regel keine separate Wirksamkeitsevidenz; entscheidend sind Gesamtbehandlung, korrekte Indikationsstellung und klinischer Verlauf.
Kontraindikationen vor dieser Technik prüfen
Die Einstufung wird aus der zentralen Safety-Datenbank für Manuelle Lymphdrainage abgeleitet. Sie ergänzt die technikspezifischen Vorsichts- und Kontraindikationsfelder.
Video / YouTube-Suche
Externe Links führen zu YouTube-Suchergebnissen oder einem separat hinterlegten Video.


