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Glossar-Kategorie

Neuromuskulär

A

FachbegriffeFachbegriffe Massage

Afferente Reize

Afferente Reize sind sensorische Informationen aus Haut, Muskeln, Faszien, Gelenken und Sehnen an das zentrale Nervensystem. Massage nutzt solche Reize, um Wahrnehmung, Tonus und Schmerzmodulation zu beeinflussen.

FachbegriffeFachbegriffe Massage

Allodynie

Allodynie beschreibt Schmerz durch normalerweise nicht schmerzhafte Reize wie leichte Berührung. Sie kann auf eine erhöhte Empfindlichkeit des Nervensystems hinweisen und erfordert vorsichtige Behandlung.

FachbegriffeFachbegriffe Massage

Analgetischer Effekt

Ein analgetischer Effekt beschreibt eine schmerzlindernde Wirkung. Massage kann kurzfristig über Berührung, Druck, Wärmegefühl, Entspannung und absteigende Schmerzhemmung Schmerzen modulieren.

FachbegriffeFachbegriffe Massage

Autogene Hemmung

Autogene Hemmung beschreibt eine nervale Hemmreaktion über Spannungsrezeptoren in Sehnen und Muskeln. Sie wird in Dehn- und Entspannungskonzepten diskutiert, erklärt aber nicht jede Wirkung von Massage.

C

FachbegriffeFachbegriffe Massage

Chronischer Schmerz

Chronischer Schmerz besteht über längere Zeit und hängt nicht immer proportional mit Gewebeschaden zusammen. Behandlung braucht Erklärung, Dosierung, Bewegung, Schlaf, Stress- und Belastungsmanagement.

E

FachbegriffeFachbegriffe Massage

Eigenwahrnehmung

Eigenwahrnehmung beschreibt die Fähigkeit, Körperposition, Spannung und Bewegung zu spüren. Manuelle Reize können die Wahrnehmung unterstützen, Training stabilisiert die Umsetzung.

F

FachbegriffeFachbegriffe Massage

Faszilitation

Faszilitation beschreibt eine erleichterte Aktivierung von Muskel- oder Bewegungsmustern. Manuelle Reize können Wahrnehmung und Aktivierungsbereitschaft vorbereiten, ersetzen aber kein aktives Training.

G

FachbegriffeFachbegriffe Massage

Gate-Control-Theorie

Die Gate-Control-Theorie beschreibt, wie sensorische Berührungssignale die Schmerzverarbeitung im Rückenmark modulieren können. Sie erklärt einen Teil kurzfristiger schmerzlindernder Effekte durch Massage.

H

FachbegriffeFachbegriffe Massage

Hyperalgesie

Hyperalgesie beschreibt eine verstärkte Schmerzantwort auf schmerzhafte Reize. Sie kann lokal oder durch eine erhöhte Sensibilität des Nervensystems entstehen.

I

FachbegriffeFachbegriffe Massage

Interozeption

Interozeption beschreibt die Wahrnehmung innerer Körperzustände wie Atmung, Herzschlag, Spannung oder Bauchgefühl. Ruhige manuelle Reize können diese Körperwahrnehmung unterstützen.

M

FachbegriffeFachbegriffe Massage

Mechanosensitivität

Mechanosensitivität beschreibt die Empfindlichkeit von Nerven oder Geweben gegenüber Zug, Druck oder Bewegung. Sie ist relevant bei ausstrahlenden Beschwerden, Kribbeln oder belastungsabhängiger Reizung.

FachbegriffeFachbegriffe Massage

Muskelspasmus

Muskelspasmus beschreibt eine unwillkürliche, oft schmerzhafte Muskelkontraktion. Ursachen können Schutzreaktion, Ermüdung, neurologische Faktoren oder Stoffwechselbelastung sein.

FachbegriffeFachbegriffe Massage

Muskelspindel

Muskelspindeln messen Längenänderung im Muskel und unterstützen Reflexe sowie Bewegungskontrolle. Manuelle Reize und Dehnung können ihre Aktivität kurzfristig beeinflussen.

N

FachbegriffeFachbegriffe Massage

Nervengleiten

Nervengleiten beschreibt Übungen oder Techniken, die die Beweglichkeit von Nerven relativ zu ihrem Umfeld fördern. Es braucht vorsichtige Dosierung, weil gereizte Nerven empfindlich reagieren.

FachbegriffeFachbegriffe Massage

Neuropathischer Schmerz

Neuropathischer Schmerz entsteht durch Läsion oder Erkrankung des Nervensystems. Brennen, Kribbeln, Taubheit oder elektrische Schmerzen verlangen sorgfältige Abklärung.

FachbegriffeFachbegriffe Massage

Nozizeption

Nozizeption beschreibt die Aufnahme potenziell schädigender Reize durch spezialisierte Rezeptoren. Schmerz entsteht erst durch Verarbeitung im Nervensystem und ist mehr als ein reines Gewebesignal.

P

FachbegriffeFachbegriffe Massage

Periphere Sensibilisierung

Periphere Sensibilisierung beschreibt eine erhöhte Empfindlichkeit von Rezeptoren im betroffenen Gewebe. Sie kann nach Verletzung, Entzündung oder Überlastung auftreten.

FachbegriffeFachbegriffe Massage

Propriozeption

Propriozeption beschreibt die Wahrnehmung von Gelenkstellung, Spannung und Bewegung. Sie ist wichtig für Stabilität, Technik, Gleichgewicht und Verletzungsprophylaxe.

R

FachbegriffeFachbegriffe Massage

Radikuläre Symptome

Radikuläre Symptome entstehen durch Reizung oder Kompression einer Nervenwurzel. Ausstrahlung, Taubheit, Kraftverlust oder Reflexveränderung brauchen genaue Abklärung.

FachbegriffeFachbegriffe Massage

Referred Pain

Referred Pain bezeichnet übertragenen Schmerz, der nicht exakt am Entstehungsort wahrgenommen wird. Myofasziale, nervale und viszerale Mechanismen müssen sauber unterschieden werden.

S

FachbegriffeFachbegriffe Massage

Schutzspannung

Schutzspannung ist eine erhöhte Muskelaktivität als Reaktion auf Schmerz, Unsicherheit oder Gewebereizung. Sie sollte nicht nur mechanisch bekämpft, sondern funktionell verstanden werden.

FachbegriffeFachbegriffe Massage

Sensomotorik

Sensomotorik beschreibt das Zusammenspiel von Wahrnehmung und Bewegung. Sie ist für Gleichgewicht, Stabilität, Koordination und effiziente Bewegung zentral.

FachbegriffeFachbegriffe Massage

Stress und Muskeltonus

Stress kann Muskeltonus, Atmung, Schlaf, Schmerzempfinden und Erholungsfähigkeit beeinflussen. Massage kann regulierend wirken, sollte aber mit Alltags- und Belastungsfaktoren eingeordnet werden.

V

FachbegriffeFachbegriffe Massage

Vegetatives Nervensystem

Das vegetative Nervensystem reguliert Atmung, Kreislauf, Verdauung, Schweiss, Schlaf und Erholung. Manuelle Therapie kann über Berührung, Atmung und Sicherheitserleben vegetative Reaktionen beeinflussen.

Z

FachbegriffeFachbegriffe Massage

Zentrale Sensibilisierung

Zentrale Sensibilisierung beschreibt eine erhöhte Reaktionsbereitschaft des zentralen Nervensystems. Schmerzen können dadurch stärker, länger oder grossflächiger wahrgenommen werden.