Afferente Reize
Afferente Reize sind sensorische Informationen aus Haut, Muskeln, Faszien, Gelenken und Sehnen an das zentrale Nervensystem. Massage nutzt solche Reize, um Wahrnehmung, Tonus und Schmerzmodulation zu beeinflussen.
Mon - Fri: 07:00 - 22:00

Med. & Sportmassage Bern-Köniz | Krankenkassenanerkannt
Evidenzbasierte Med. Massage & Sportmassage von Ralph Castelberg (Med. Masseur EFA) – seit 2007 krankenkassenanerkannt. Ihr Partner in Bern & Köniz.
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Evidenzbasierte Med. Massage & Sportmassage von Ralph Castelberg (Med. Masseur EFA) – seit 2007 krankenkassenanerkannt. Ihr Partner in Bern & Köniz.
Glossar-Kategorie
Afferente Reize sind sensorische Informationen aus Haut, Muskeln, Faszien, Gelenken und Sehnen an das zentrale Nervensystem. Massage nutzt solche Reize, um Wahrnehmung, Tonus und Schmerzmodulation zu beeinflussen.
Allodynie beschreibt Schmerz durch normalerweise nicht schmerzhafte Reize wie leichte Berührung. Sie kann auf eine erhöhte Empfindlichkeit des Nervensystems hinweisen und erfordert vorsichtige Behandlung.
Ein analgetischer Effekt beschreibt eine schmerzlindernde Wirkung. Massage kann kurzfristig über Berührung, Druck, Wärmegefühl, Entspannung und absteigende Schmerzhemmung Schmerzen modulieren.
Autogene Hemmung beschreibt eine nervale Hemmreaktion über Spannungsrezeptoren in Sehnen und Muskeln. Sie wird in Dehn- und Entspannungskonzepten diskutiert, erklärt aber nicht jede Wirkung von Massage.
Chronischer Schmerz besteht über längere Zeit und hängt nicht immer proportional mit Gewebeschaden zusammen. Behandlung braucht Erklärung, Dosierung, Bewegung, Schlaf, Stress- und Belastungsmanagement.
Eigenwahrnehmung beschreibt die Fähigkeit, Körperposition, Spannung und Bewegung zu spüren. Manuelle Reize können die Wahrnehmung unterstützen, Training stabilisiert die Umsetzung.
Faszilitation beschreibt eine erleichterte Aktivierung von Muskel- oder Bewegungsmustern. Manuelle Reize können Wahrnehmung und Aktivierungsbereitschaft vorbereiten, ersetzen aber kein aktives Training.
Die Gate-Control-Theorie beschreibt, wie sensorische Berührungssignale die Schmerzverarbeitung im Rückenmark modulieren können. Sie erklärt einen Teil kurzfristiger schmerzlindernder Effekte durch Massage.
Hyperalgesie beschreibt eine verstärkte Schmerzantwort auf schmerzhafte Reize. Sie kann lokal oder durch eine erhöhte Sensibilität des Nervensystems entstehen.
Interozeption beschreibt die Wahrnehmung innerer Körperzustände wie Atmung, Herzschlag, Spannung oder Bauchgefühl. Ruhige manuelle Reize können diese Körperwahrnehmung unterstützen.
Mechanosensitivität beschreibt die Empfindlichkeit von Nerven oder Geweben gegenüber Zug, Druck oder Bewegung. Sie ist relevant bei ausstrahlenden Beschwerden, Kribbeln oder belastungsabhängiger Reizung.
Muskelspasmus beschreibt eine unwillkürliche, oft schmerzhafte Muskelkontraktion. Ursachen können Schutzreaktion, Ermüdung, neurologische Faktoren oder Stoffwechselbelastung sein.
Muskelspindeln messen Längenänderung im Muskel und unterstützen Reflexe sowie Bewegungskontrolle. Manuelle Reize und Dehnung können ihre Aktivität kurzfristig beeinflussen.
Nervengleiten beschreibt Übungen oder Techniken, die die Beweglichkeit von Nerven relativ zu ihrem Umfeld fördern. Es braucht vorsichtige Dosierung, weil gereizte Nerven empfindlich reagieren.
Neuropathischer Schmerz entsteht durch Läsion oder Erkrankung des Nervensystems. Brennen, Kribbeln, Taubheit oder elektrische Schmerzen verlangen sorgfältige Abklärung.
Nozizeption beschreibt die Aufnahme potenziell schädigender Reize durch spezialisierte Rezeptoren. Schmerz entsteht erst durch Verarbeitung im Nervensystem und ist mehr als ein reines Gewebesignal.
Periphere Sensibilisierung beschreibt eine erhöhte Empfindlichkeit von Rezeptoren im betroffenen Gewebe. Sie kann nach Verletzung, Entzündung oder Überlastung auftreten.
Propriozeption beschreibt die Wahrnehmung von Gelenkstellung, Spannung und Bewegung. Sie ist wichtig für Stabilität, Technik, Gleichgewicht und Verletzungsprophylaxe.
Radikuläre Symptome entstehen durch Reizung oder Kompression einer Nervenwurzel. Ausstrahlung, Taubheit, Kraftverlust oder Reflexveränderung brauchen genaue Abklärung.
Referred Pain bezeichnet übertragenen Schmerz, der nicht exakt am Entstehungsort wahrgenommen wird. Myofasziale, nervale und viszerale Mechanismen müssen sauber unterschieden werden.
Schutzspannung ist eine erhöhte Muskelaktivität als Reaktion auf Schmerz, Unsicherheit oder Gewebereizung. Sie sollte nicht nur mechanisch bekämpft, sondern funktionell verstanden werden.
Sensomotorik beschreibt das Zusammenspiel von Wahrnehmung und Bewegung. Sie ist für Gleichgewicht, Stabilität, Koordination und effiziente Bewegung zentral.
Stress kann Muskeltonus, Atmung, Schlaf, Schmerzempfinden und Erholungsfähigkeit beeinflussen. Massage kann regulierend wirken, sollte aber mit Alltags- und Belastungsfaktoren eingeordnet werden.
Das vegetative Nervensystem reguliert Atmung, Kreislauf, Verdauung, Schweiss, Schlaf und Erholung. Manuelle Therapie kann über Berührung, Atmung und Sicherheitserleben vegetative Reaktionen beeinflussen.
Zentrale Sensibilisierung beschreibt eine erhöhte Reaktionsbereitschaft des zentralen Nervensystems. Schmerzen können dadurch stärker, länger oder grossflächiger wahrgenommen werden.