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Opening Hours

Mon - Fri: 07:00 - 22:00

Dauer: ca. 60 Minuten
Ort: Finnenbahn, Parkweg oder flacher Naturtrail
Ziel: Verbesserung der Laufökonomie, intermuskulären Koordination, Grundlagenausdauer (Zone 2) und elastischen Energieübertragung.


🔹 1. Warm-up (ca. 15 Minuten)

Ziel: Herz-Kreislauf-System aktivieren, Muskulatur aufwärmen, Gelenke mobilisieren, neuromuskuläre Ansteuerung verbessern.

Ablauf:

  1. 5–7 min leichtes Einlaufen – lockerer Trab, Fokus auf aufrechte Haltung, ruhige Atmung.
  2. Dynamische Mobilisation:
    • Beinpendel vor/zurück (je 10× pro Bein)
    • Hüftkreisen (10× pro Seite)
    • Kniehebelauf und Anfersen je 30 Sekunden
  3. Lauf-ABC (3–4 Übungen à 20–30 m):
    • Fußgelenksarbeit
    • Skippings (leicht)
    • Anfersen
    • Hopserlauf

Diese Übungen aktivieren die Waden, Achillessehnen und Hüftbeuger, wodurch die Elastizität der Sehnen verbessert wird (Reflexspeicherung der Energie – Stretch-Shortening-Cycle, siehe Komi & Bosco, 2003).


🔹 2. Kraft- und Plyometrie-Block (ca. 10–12 Minuten)

Ziel: Aktivierung der Schnellkraft und Sprungkraft – verbessert die Effizienz der Muskel-Sehnen-Kette und Laufökonomie (Markovic & Mikulic, 2010).
Alle Übungen ohne Geräte. Zwischen den Übungen 20–30 Sek Pause.

a) Sprungkniebeugen (Squat Jumps)

Ausführung:

  • Füße schulterbreit, tief in die Kniebeuge (bis 90°).
  • Explosiv abspringen, Arme aktiv nach oben führen.
  • Landung weich über die Fußspitzen, sofort wieder in die nächste Wiederholung.
    Dauer: 3×10 Wiederholungen
    Warum: Trainiert Quadrizeps, Gluteus und Waden – verbessert Explosivkraft und Reaktivität beim Abdruck.

b) Lauf-A-Sprünge (Skipping Jumps)

Ausführung:

  • Aus aufrechter Haltung Knie abwechselnd explosiv nach oben ziehen (wie beim Laufen).
  • Betonung auf kurzer Bodenkontaktzeit.
    Dauer: 3×20 Sekunden
    Warum: Trainiert die Hüftbeuger und verbessert die Reaktionsfähigkeit der Plantarflexoren.

c) Einbeinige Sprünge (alternierend)

Ausführung:

  • Leichte Vorwärtsbewegung, springe von einem Bein aufs andere, jeweils mit kontrollierter Landung.
  • Fokus auf Stabilität des Beckens und kurze Bodenkontaktzeiten.
    Dauer: 2×20 m
    Warum: Simuliert den einbeinigen Abdruck im Laufen und verbessert Stabilität in der Kette Fuss–Knie–Hüfte.

d) Seitliche Skater-Sprünge

Ausführung:

  • Springe von einem Bein zum anderen seitlich (wie Eisschnellläufer).
  • Arme führen dynamisch mit, Rumpf stabil halten.
    Dauer: 2×30 Sekunden
    Warum: Trainiert Hüftabduktoren und Gluteus medius – essenziell für Beckenstabilität und zur Verletzungsprophylaxe.

e) Core- und Stabilisierungsübung: Plank to Single-Leg Lift

Ausführung:

  • Standard-Plank-Position.
  • Abwechselnd ein Bein anheben, 2 Sek halten, Beinwechsel.
    Dauer: 2×40 Sek
    Warum: Aktiviert Rumpf- und Hüftstabilisatoren – verbessert Kraftübertragung beim Laufen.

🔹 3. Hauptteil – Easy Long Run (ca. 35–40 Minuten)

Ziel: Ökonomisches Dauerlaufen in Zone 2 (65–75 % HFmax oder RPE 4–5).
Optional auf Finnenbahn oder weichem Untergrund zur Sehnenentlastung.

Ablauf:

  • Dauerlauf locker beginnen, gleichmässiger Rhythmus, ruhige Atmung.
  • Jede 3. Runde leicht schneller (RPE 5–6, Zone 3, „zügig aber kontrolliert“).
    → Dadurch wird die Grundlagenausdauer mit einem aeroben Temporeiz kombiniert – fördert die mitochondriale Anpassung und Laktattoleranz (Holloszy, 1967; Coyle et al., 1984).
  • Letzte 5–8 Minuten wieder locker auslaufen.

🔹 4. Cool-down & Beweglichkeit (ca. 5–8 Minuten)

Nach dem Lauf:

  1. 3–5 Min lockeres Auslaufen oder Gehen
  2. Leichtes statisches Dehnen:
    • Waden (30 Sek pro Seite)
    • Hüftbeuger
    • Hamstrings
    • Gluteus

Diese Nachbelastungsphase unterstützt den venösen Rückfluss und beschleunigt die Regeneration (Andersen et al., 2005).


💡 Zusatzinfos & Tipps

  • Frequenz: 1–2× pro Woche in die Grundlagenphase integrieren.
  • Variation: Bei Ermüdung statt Sprungübungen lieber isometrische Varianten (z. B. statischer Ausfallschritt).
  • Barfuss oder Minimal-Schuhtraining: Nur auf sicherem Untergrund und nach ausreichender Adaptation – verbessert propriozeptive Kontrolle und Fussmuskulatur.

🧠 Wissenschaftlicher Hintergrund

  • Plyometrisches Training verbessert die Laufökonomie um bis zu 4–6 % durch effizientere Energienutzung in der Achillessehne und Plantarfaszie (Saunders et al., 2006).
  • Kombinierte Kraft- und Ausdauereinheiten steigern die Maximalkraft und VO₂max gleichzeitig (Paavolainen et al., 1999).
  • Finnenbahnen (Holzschnitzel) reduzieren die Stoßbelastung um bis zu 25 % und fördern Gelenkschonung (Willy & Davis, 2011).

🏁 Zusammenfassung für den Beckenrand / Kurzüberblick

Gesamtdauer: 60 min
Equipment: Kein Material
Ziel: Ausdauer, Laufökonomie & Kraft

AbschnittInhaltDauer
Warm-up5–7 min easy + Lauf-ABC + Mobilisation10–15 min
Plyometrie & Kraft5 Übungen (Sprünge, Core, Stabilität)10–12 min
HauptlaufEasy Run, jede 3. Runde leicht schneller35–40 min
Cool-downLocker auslaufen + Dehnen5–8 min

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