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Warum Yoga und Beweglichkeitsübungen?

Verbesserung der Beweglichkeit und Körperwahrnehmung

Als Sportler bist Du täglich hohen Belastungen ausgesetzt. Yoga und gezielte Beweglichkeitsübungen helfen Dir, verkürzte und verhärtete Muskulatur zu lockern, Gelenke zu mobilisieren und die Körperwahrnehmung zu verbessern. Dies führt zu einer besseren Technik in Deinem Sport und kann langfristig dazu beitragen, Fehlbelastungen und Überlastungsschäden zu vermeiden.

Unterstützung der Regeneration

Die sanften Dehnungen und Haltungen fördern die Durchblutung und den Lymphfluss, was den Abtransport von Stoffwechselendprodukten unterstützt. Ich habe festgestellt, dass regelmässiges Yoga meine Erholungsphasen verkürzt, Muskelverspannungen reduziert und mein allgemeines Wohlbefinden verbessert.

Mentale Stärke und Stressabbau

Neben den physischen Vorteilen hilft Yoga auch dabei, den Geist zu beruhigen, Stress abzubauen und die Konzentration zu fördern. Für Wettkämpfe oder intensive Trainingseinheiten ist ein klarer Kopf oft genauso wichtig wie körperliche Fitness.

Verletzungsprävention

Durch das Arbeiten an Flexibilität und Balance kannst Du muskuläre Dysbalancen frühzeitig erkennen und gezielt ausgleichen. Dies reduziert das Risiko von Verletzungen, die durch einseitige Belastungen entstehen können.


2. Wann solltest Du Yoga und Beweglichkeitsübungen machen – und wann nicht?

Der beste Zeitpunkt: Vor oder nach dem Training?

  • Vor dem Training:
    Dynamische Beweglichkeitsübungen und kurze Yoga-Flows können als aktives Aufwärmprogramm sehr sinnvoll sein. Sie bereiten die Muskulatur und Gelenke auf die bevorstehende Belastung vor. Achte dabei darauf, dass die Übungen eher dynamisch sind – beispielsweise leichte Sonnengrüsse oder fliessende Bewegungsfolgen –, damit Du nicht in eine zu tiefe statische Dehnung gehst, die Deine Leistungsfähigkeit kurzfristig vermindern könnte.
  • Nach dem Training:
    Nach einem intensiven Training sind die Muskeln bereits gut durchblutet und aufgewärmt. Hier eignen sich statische Dehnungen und längere Yoga-Sessions sehr gut, um Verspannungen zu lösen und die Flexibilität zu steigern. Ein ausgedehnter Cool-Down kann die Regeneration unterstützen und helfen, Muskelkater vorzubeugen.

Wann Du es lieber vermeiden solltest:

  • Bei akuten Verletzungen oder Schmerzen:
    Wenn Du akute Schmerzen, Schwellungen oder eine bestehende Verletzung hast, solltest Du vorsichtig sein und im Zweifel einen Arzt oder Physiotherapeuten konsultieren. Überdehnungen oder falsche Haltungen können die Situation verschlimmern.
  • Übertraining und Erschöpfung:
    Wenn Du bereits im Übertrainingszustand bist oder Dein Körper sich in einer Phase extremer Erschöpfung befindet, können selbst sanfte Yoga-Übungen zu einer zusätzlichen Belastung werden. Höre immer auf die Signale Deines Körpers.
  • Falsche Ausführung:
    Unkorrekte Techniken können zu Fehlbelastungen führen. Es ist wichtig, dass Du Dir die Übungen zunächst richtig ansiehst (z. B. via Videos oder unter Anleitung eines erfahrenen Trainers) und bei Unsicherheiten lieber in einer geführten Session übst.

3. Wichtige Punkte, die Du beachten solltest

  • Aufwärmen:
    Auch wenn Yoga an sich oft als sanft wahrgenommen wird, solltest Du nie ohne ein grundlegendes Aufwärmen starten, um Deinen Kreislauf in Schwung zu bringen und Verletzungen vorzubeugen.
  • Atmung:
    Die richtige Atemtechnik ist zentral im Yoga. Eine bewusste Atmung unterstützt nicht nur die Ausführung der Übungen, sondern hilft Dir auch, fokussiert zu bleiben und die Entspannungsphasen besser zu nutzen.
  • Körperliche Grenzen respektieren:
    Jeder Körper ist anders. Es ist völlig in Ordnung, wenn Du in bestimmten Positionen noch nicht die gewünschte Flexibilität hast. Übung und Geduld sind hier die Schlüssel zum Erfolg.
  • Regelmässigkeit:
    Wie bei jeder Trainingsmethode zählt auch hier die Konsequenz. Bereits 2–3 Yoga-Sessions pro Woche können langfristig zu spürbaren Verbesserungen in Beweglichkeit, Balance und Regeneration führen.
  • Qualität vor Quantität:
    Es bringt nichts, zu viele Übungen in einer Session zu absolvieren, wenn sie nicht korrekt ausgeführt werden. Konzentriere Dich lieber auf einige wenige, dafür richtig und bewusst ausgeführte Übungen.

4. Verbesserungen durch regelmässige Yoga- und Beweglichkeitsübungen

  • Erhöhte Flexibilität:
    Du wirst merken, dass sich Deine Bewegungsabläufe verbessern und Du Dich in Deinen Sportarten freier bewegen kannst.
  • Stärkung der Muskulatur:
    Viele Yoga-Übungen stärken nicht nur die Flexibilität, sondern auch den Rumpf und die stabilisierende Muskulatur, was Dir zu einer besseren Körperhaltung und stabileren Bewegungen verhilft.
  • Besseres Körpergefühl:
    Durch das bewusste Dehnen und Halten der Positionen lernst Du, Deine Muskeln gezielter anzusteuern. Dies wirkt sich positiv auf Deine Technik und Effizienz beim Laufen, Radfahren oder Schwimmen (beim Triathlon) aus.
  • Schnellere Erholung:
    Mit einem guten Beweglichkeitsprogramm reduzierst Du Verspannungen und erleichterst Deinem Körper die Regeneration – das bedeutet weniger Muskelkater und eine schnellere Rückkehr ins Training.
  • Mentale Klarheit und Fokus:
    Die meditativen Aspekte des Yoga helfen Dir, Stress abzubauen und mental fokussierter zu werden – ein grosser Vorteil in Wettkampfsituationen.

5. Beispiele für gute Yoga- und Beweglichkeitsübungen

Hier einige Übungen, die sich besonders für Sportler eignen:

Hier erkläre ich Dir Schritt für Schritt, wie Du einige der wichtigsten Übungen korrekt ausführst:

A. Sonnengruss (Surya Namaskar)

Der Sonnengruss ist eine dynamische Sequenz, die Deinen gesamten Körper aktiviert und sich hervorragend als Aufwärmprogramm eignet.

  1. Bergpose (Tadasana):
    Stehe aufrecht mit den Füssen hüftbreit auseinander. Strecke die Arme seitlich aus, atme tief ein und spüre die Erdung.
  2. Arme über Kopf heben:
    Atme ein und hebe die Arme seitlich über den Kopf. Strecke Dich nach oben, während Du den Blick leicht Richtung Himmel richtest.
  3. Vorwärtsbeuge:
    Atme aus, beuge Dich in der Hüfte nach vorne und lasse den Oberkörper entspannt Richtung Boden sinken. Die Hände können auf die Füsse oder den Boden gelegt werden.
  4. Halber Vorwärtsbeuge:
    Atme ein und hebe den Oberkörper leicht an, wobei Du den Rücken gerade hältst. Dies bereitet Dich auf den nächsten Schritt vor.
  5. Plank-Position:
    Atme aus und trete mit den Füssen zurück in die Plank-Position. Dein Körper sollte eine gerade Linie von Kopf bis Fuss bilden. Halte diese Position kurz.
  6. Übergang in den herabschauenden Hund (Adho Mukha Svanasana):
    Atme aus, schiebe Deine Hüften nach oben und hinten, sodass Dein Körper ein umgekehrtes „V“ bildet. Die Fersen streben in Richtung Boden.
  7. Schrittweise Rückkehr:
    Kehre nun in umgekehrter Reihenfolge in die Ausgangsposition zurück, um den Flow abzuschliessen. Wiederhole den Ablauf einige Male in einem fliessenden Rhythmus.

B. Herabschauender Hund (Adho Mukha Svanasana)

Diese Position dehnt den Rücken, die Schultern und die Beine und ist sowohl als eigenständige Übung als auch als Bestandteil des Sonnengrusses beliebt.

  1. Ausgangsposition:
    Beginne in der Plank-Position.
  2. Bewegung:
    Drücke die Hände fest in den Boden und hebe die Hüften in Richtung Decke, während Du die Fersen in Richtung Boden drückst.
  3. Ausrichtung:
    Achte darauf, dass Dein Rücken lang bleibt und die Schultern nicht hochgezogen werden. Halte den Blick in Richtung deiner Füsse oder leicht nach vorne geneigt.
  4. Halten:
    Verweile in dieser Position 20–30 Sekunden und atme dabei ruhig und gleichmässig.

C. Krieger I, II und III (Virabhadrasana I, II, III)

Diese Haltungen stärken die Beine, den Rumpf und fördern die Balance.

  • Krieger I (Virabhadrasana I):
    1. Stelle einen Fuss weit nach vorne, den anderen Fuss etwa 90 Grad gedreht nach aussen.
    2. Beuge das vordere Knie, sodass es direkt über dem Knöchel ist.
    3. Strecke die Arme nach oben und halte die Hüften nach vorne ausgerichtet.
    4. Halte diese Position für 20–30 Sekunden und wechsle dann die Seite.
  • Krieger II (Virabhadrasana II):
    1. Beginne wie bei Krieger I, öffne jedoch den Oberkörper seitlich.
    2. Strecke beide Arme parallel zum Boden aus, der Blick richtet sich über die vordere Hand.
    3. Achte darauf, dass das vordere Knie stabil bleibt und die Hüfte nicht nach vorne kippt.
    4. Halte die Position und spüre die Aktivierung in den Beinen und dem Rumpf.
  • Krieger III (Virabhadrasana III):
    1. Starte in der Standposition, verlagere das Gewicht auf ein Bein.
    2. Strecke den Oberkörper nach vorne und hebe das freie Bein nach hinten an, sodass Dein Körper eine gerade Linie bildet.
    3. Strecke die Arme nach vorne oder zur Seite aus, um das Gleichgewicht zu unterstützen.
    4. Halte die Position 20–30 Sekunden und wechsle dann die Seite.

D. Taube (Eka Pada Rajakapotasana)

Die Taube dehnt die Hüftmuskulatur intensiv und ist besonders nützlich, um nach langen Läufen oder Radtouren Verspannungen in den Hüften zu lösen.

  1. Ausgangsposition:
    Beginne im Vierfüsslerstand.
  2. Übergang:
    Ziehe das rechte Knie nach vorne, sodass es nahe an der rechten Hand positioniert ist, während Du das linke Bein gestreckt nach hinten ausrichtest.
  3. Ausrichtung:
    Versuche, das rechte Schienbein parallel zur vorderen Matte zu legen und senke das Becken Richtung Boden ab.
  4. Vertiefung:
    Beuge Dich nach vorne, um die Dehnung zu intensivieren, und halte die Position für 30 Sekunden bis 1 Minute. Wiederhole die Übung anschliessend auf der anderen Seite.

E. Kindeshaltung (Balasana)

Diese Position dient zur Entspannung und Erholung, ideal als Ruhephase zwischen intensiven Übungen.

  1. Ausgangsposition:
    Setze Dich auf die Fersen, die Knie etwas auseinander (je nach Dehnungsspielraum).
  2. Übergang:
    Lehne Dich nach vorne, bis Deine Stirn den Boden berührt.
  3. Position:
    Strecke die Arme entweder nach vorne aus oder lege sie entspannt seitlich neben den Körper.
  4. Atmung:
    Atme tief ein und aus, entspanne bewusst alle Muskeln und bleibe für 1–2 Minuten in dieser Position.

F. Katzen-Kuh-Bewegung (Marjaryasana/Bitilasana)

Diese dynamische Übung mobilisiert die Wirbelsäule und hilft, Verspannungen im Rücken zu lösen.

  1. Ausgangsposition:
    Beginne im Vierfüsslerstand, Hände unter den Schultern und Knie unter den Hüften.
  2. Katzen-Rücken:
    Atme aus, runde den Rücken, ziehe den Bauchnabel zur Wirbelsäule und senke den Kopf ab.
  3. Kuh-Haltung:
    Atme ein, hebe den Kopf und das Steissbein, lasse den Bauch in Richtung Boden sinken und mache ein leichtes Hohlkreuz.
  4. Fluss:
    Wechsle langsam zwischen diesen beiden Positionen, synchronisiere die Bewegungen mit Deiner Atmung und wiederhole den Ablauf 8–10 Mal.

6. Empfehlenswerte YouTube-Kanäle für Sportler

Hier habe ich für Dich eine Liste von Kanälen zusammengestellt, die sich – zum Teil speziell – an Sportler richten und in denen Du viele hilfreiche Sessions findest:

  • Mandy Madison
    Mandy bietet zahlreiche Yoga-Flows und Beweglichkeitsübungen, die speziell an den Bedarf von Sportlern angepasst sind.
    Link: Mandy Madison Yoga
  • Abye (vom Wahoo Systm)
    Dieser Kanal ist ideal für Triathleten, da er Workouts und Mobilitätsübungen präsentiert, die Deine Leistungsfähigkeit ergänzen und Verletzungen vorbeugen.
    Link: Yoga With Abi
  • Yoga with Adriene
    Adriene bietet eine grosse Auswahl an Yoga-Videos, die sich gut als Cool-Down oder zur Entspannung eignen – auch wenn der Kanal nicht ausschliesslich auf Sportler fokussiert ist.
    Link: Yoga with Adriene
  • SarahBethYoga
    Mit Sessions von 10 bis 30 Minuten findest Du hier leicht in Deinen Trainingsplan integrierbare Routinen, die sowohl Dehnung als auch Kräftigung beinhalten.
    Link: SarahBethYoga
  • Fightmaster Yoga
    Dieser Kanal bietet eine Vielzahl von Yoga-Übungen, die Dir helfen, Körper und Geist in Einklang zu bringen.
    Link: Fightmaster Yoga
  • Boho Beautiful
    Neben Yoga gibt es hier auch Inhalte rund um Meditation, Pilates und andere Trainingsformen – ideal, um Deine Erholung und Flexibilität zu fördern.
    Link: Boho Beautiful
  • Yoga with Kassandra
    Kassandra bietet abwechslungsreiche Sequenzen für verschiedene Level an – von Einsteigerübungen bis hin zu intensiveren Flows, die auch für Sportler interessant sind.
    Link: Yoga with Kassandra
  • Ekhart Yoga
    Auf diesem Kanal findest Du zahlreiche Anleitungen, die Dir helfen, die korrekte Ausführung der Übungen zu erlernen und Deine Flexibilität zu steigern.
    Link: Ekhart Yoga
  • Weitere Kanäle und Ressourcen:
    Neben diesen gibt es Kanäle, die ebenfalls hervorragende Inhalte bieten – achte dabei darauf, die Übungen an Deine sportlichen Bedürfnisse anzupassen.

Mehr als nur Zeitvertrieb

Für mich und viele andere Sportler sind Yoga und Beweglichkeitsübungen weit mehr als nur ein zusätzlicher Zeitvertreib. Sie sind ein integraler Bestandteil eines ganzheitlichen Trainingskonzepts, das sowohl physisch als auch mental wirkt. Du profitierst von verbesserter Flexibilität, schnelleren Regenerationsphasen, einer stabileren Körpermitte und mehr innerer Ruhe.

Wichtig ist, dass Du auf Deinen Körper hörst, die Übungen korrekt ausführst und sie sinnvoll in Deinen Trainingsplan einbaust – sei es als dynamisches Aufwärmen oder als entspannender Cool-Down. Mit regelmässigem Training und der Unterstützung von Ressourcen wie Mandy Madison, Abye (vom Wahoo Systm) und anderen empfehle ich Dir, diese Methoden auszuprobieren. Du wirst bald merken, wie sich Deine Leistung und Dein Wohlbefinden nachhaltig verbessern.

Viel Erfolg und Freude beim Ausprobieren und Integrieren der Yoga- und Beweglichkeitsübungen in Deinen Trainingsalltag!


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